Die Dzogchenlehren von Longchenpa
snying thig ya bzhi
Autoren: Longchenpa, Christian Bertrand
Neuauflage mit der Anleitung, um von der
Samatha und Vipassana Meditation direkt in das Licht
ursprünglicher Bewusstheit einzutreten. Die Lehren von
Thod rgal, Khregs chod, der Dzogchen Bardo Anleitung
von Snying thig und den Originalübersetzungen in
tibetischer Handschrift.
Alle Wesen und alle Welten sind aus dem
ursprünglichen Licht entstanden, deshalb trägt jeder
Mensch das Licht der ursprünglichen Buddhaschaft
in sich. Dieses ist nur durch die karmischen
Tendenzen, wie die Sonne am Himmel durch Wolken,
verdunkelt. Dies ist die Anleitung, wie man dieses
Licht in diesem Leben wieder erlangen kann. Es
scheint in unseren Energiekanälen, den Nadis, wo wir
es durch Meditation wiedererkennen können, dies ist
die Methode des Thöd rgal. Oder alleine durch das
Lesen der Dzogchentantras kann sich der Geist wieder
in das Licht der ursprünglichen Buddhaschaft
transformieren, aus dem er durch die Aufteilung
dieses Lichtes entstanden ist. Dies ist die Methode des
Khregs chod. Beide Methoden sind in diesem Buch
kombiniert. Longchenpa, der diese Texte im 14.
Jahrhundert in Tibet verfasste, schreibt über diesen
Text selbst: “Durch die Zusammenfassung aller
Punkte von Snying thig, der geheimen Herzessenz
der Dzogchenlehren von Vimamlamitra, manifestiert
sich Gutes und Vortreffliches. Durch das Gute ohne
Anstrengung vollkommen befreit. Möge spontan
vollendeter Nutzen für mich und andere entstehen.
Das als hell leuchtend beschriebene
Himmelssphärenlicht von Thod rgal, so genannt.
Durch den Meister des höchsten Fahrzeuges,
Longchenpa, perfekt zusammengestellt. In einer
Lebensspanne Erleuchtung in Buddhaschaft erlangt“.
Der Bardotext ist die Anleitung, wie man das Licht der
ursprünglichen Buddhaschaft im Todesprozess
erlangen kann, in dem das Basislicht natürlich
erscheint. Diese Neuauflage enthält die Anleitung,
wie man von der Stufe des beruhigten Atems und der
Gedankenfreiheit der Vipassana und Samatha
Meditation direkt in das Licht der ursprünglichen
Bewusstheit eintreten kann.
Buch DIN A5. 212 Seiten
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Vielen Dank für Ihr Interesse
Marie Zarwell Verlag und Christian Bertrand
Buddhaschaft ist heutzutage fast zu einer Legende geworden. In diesem Buch wird dargestellt, was Buddhaschaft wirklich ist und wie man sie selbst erlangen kann. Zu Zeiten Longchenpa's, als die Dzogchenlehren von Vimalamitra noch im Original gelehrt wurden, war dies für jeden möglich, der die Lehren erhielt und die nötige Begabung dafür hatte. Nicht so begabte Lebewesen können damit die Sphären von Leerheit und ursprünglicher Bewusstheit erlangen. Darum werden hier diese Lehren, die Longchenpa niedergeschrieben hat, wieder im Original veröffentlicht, denn alle Wesen und alle Welten sind aus dem ursprünglichen Licht entstanden. Deshalb trägt jeder Mensch das Licht der ursprünglichen Buddhaschaft in sich. Dieses ist nur durch die karmischen Tendenzen, wie die Sonne am Himmel durch Wolken, verdunkelt.
Dies ist die Anleitung, wie man dieses Licht in diesem Leben wieder erlangen kann. Es scheint in unseren Energiekanälen, den Nadis, wo wir es durch Meditation wiedererkennen können, dies ist die Methode des Thöd rgal. Oder alleine durch das Lesen der Dzogchentantras kann sich der Geist wieder in das Licht der ursprünglichen Buddhaschaft transformieren, aus dem er durch die Aufteilung dieses Lichtes entstanden ist. Dies ist die Methode des Khregs chod. Beide Methoden sind in diesem Buch kombiniert. Longchenpa, der diese Texte im 14. Jahrhundert in Tibet verfasste, schreibt über diesen Text selbst: “Durch die Zusammenfassung aller Punkte von Snying thig, der geheimen Herzessenz der Dzogchenlehren von Vimalamitra, manifestiert sich Gutes und Vortreffliches. Durch das Gute ohne Anstrengung vollkommen befreit. Möge spontan vollendeter Nutzen für mich und andere entstehen. Das als hell leuchtend beschriebene Himmelssphärenlicht von Thod rgal, so genannt. Durch den Meister des höchsten Fahrzeuges, Longchenpa, perfekt zusammengestellt. In einer Lebensspanne Erleuchtung in Buddhaschaft erlangt.“
Der Bardotext ist die Anleitung, wie man das Licht der ursprünglichen Buddhaschaft im Todesprozess erlangen kann, in dem das Basislicht natürlich erscheint.
Die Texte beinhalten die original tibetischen Handschriften mit der wörtlichen deutschen Übersetzung, so dass man mit der angegebenen Erklärung des Alphabets und der Aussprache die Texte selbst auf Tibetisch lesen kann.
Der Titel ist zugleich die Inhaltsangabe dieses Buches. Man muss es bis zum Ende durchlesen, wenn man alle Erklärungen und Anweisungen zu diesem Thema verstehen und erhalten will, auch wenn es in verschiedene Kapitel unterteilt wurde. Zum Teil sind Begriffe, die schon am Anfang der Texte erwähnt werden erst am Ende erklärt, da Longchenpa diese Texte immer von dem ursprünglichen Licht der Buddhaschaft an aufbaut.
Dzogchen, auf tibetisch Rdzogs pa chen po, nennt sich Rdzogs pa = Vollendung, Chen po = groß, also große Vollendung.
Warum? Es ist die einzige buddhistische Lehre, welche die ursprüngliche Buddhaschaft mit erklärt und wie man diese jenseits von Leerheit und ursprünglicher Bewusstheit erlangen kann. Weiterhin sind alle anderen buddhistischen Lehren darin mit enthalten, also auch die Lehren des Vayrajana. Dies ist ja hauptsächlich die Lehre innerhalb der Formkörper und der verschieden Gottheiten. Mit den Dzogchenlehren können sie Erleuchtung in diesem Leben erlagen, vom Vayrajana wird gesagt, dass man in drei Leben Erleuchtung erlangen kann.
Longchenpa selbst schreibt über diesen Text:
So lange Samsara existiert, handle mit Mitgefühl für andere. Der wunscherfüllende Baum, entsprechend der exzellenten wunscherfüllenden Juwelenvase, darin das Ausüben von spontan erstandenem allumfassendem Mitgefühl für Alle. Geist und geistige Faktoren, und alles was daraus entsteht, sind dort vollkommen gestoppt, dadurch sind sie in höchster Konzeptionsfreiheit aller Dinge der Welt der Phänomene befreit. Durch die Transformation in das Erscheinen der ursprünglichen Bewusstheit ist, was auch immer möglich ist, entsprechend alles gewusst. Von Anbeginn aller Zeiten an spontan vollständig offenkundig, dadurch verweilt man ohne Erscheinen und Enden im unveränderlichen Strahlen.
Über den perfekten Frieden, Erleuchtung und die ursprüngliche Bewusstheit die höchste Frucht der Allbefreiung gelehrt. In Übereinstimmung damit ist das Herz der Erleuchtung, der Platz wo Buddha Erleuchtung erlangte. Durch das Praktizieren des selbstleuchtenden Fahrzeuges nichts zurücklassend alles erlangt. Möge man die Ebene von Samantabadhra erlangen. Dies ist der vollkommen reine, vorzügliche Weg. In einer Lebensspanne Erleuchtung in Buddhaschaft erlangt.
Aus diesem Grund bitten alle vom Schicksal begünstigte Yogis und Schüler, das Ausführen der Praxis zu Ende bringen zu können. Durch die Zusammenfassung aller Punkte der geheimen Herzessenz, der Dzogchenlehren von Vimlamitra, manifestiert sich Gutes und Vortreffliches. Durch das Gute ohne Anstrengung vollkommen befreit.
Möge spontan vollendeter Nutzen für mich und andere entstehen. Das als hell leuchtend beschriebene Himmelssphärenlicht von Thod rgal, so genannt. Durch den Meister des höchsten Fahrzeuges, Klong chen rab ’byams perfekt zusammengestellt.
Für alle Praktizierenden der Samatha und Vipassana Meditation aus allen Traditionen.
Nach einem übersetzen Textteil von Longchenpa kann man von der Grundlage der Samatha und Vipassana Meditation direkt in das Licht der ursprünglichen Bewusstheit eintreten. Wie es bereits ab dem Stadium der erlangten Gedankenfreiheit möglich ist, die Sphären von Leerheit und ursprünglicher Bewusstheit mit den Dzogchenanleitungen zu erreichen, habe ich in diesem Kapitel näher erörtert.
Für alle Anhänger des Theravada Buddhismus sei angemerkt, dass Atiyoga eine Lehre des indischen Buddhismus ist, welche offiziell erst einige Jahrhunderte nach Buddha erstmals gelehrt wurde. Die ursprünglichen Lehren des Atiyoga in Indien sind aber durch die Islamisierung Indiens nicht erhalten geblieben, darum findet man sie auch nicht mehr in Schriften oder mündlichen Übertragungen. Wäre dies nicht passiert, wären die Lehren des Atiyoga wohl bis zum heutigen Tag in Indien auch in der buddhistischen Tradition weitergelehrt worden, da sie ja von namhaften Gelehrten der damaligen buddhistischen Tradition vertreten wurden. Vielleicht wären sie dann von Indien aus wegen ihrer logischen Erklärung des Aufbaus und Entstehens der Lichtsphären mit der ursprünglichen Lehre des Theravada wieder kombiniert worden und hätten dann auch die Länder, wo der Theravadabuddhismus zu dieser Zeit schon gelehrt wurde, so erreicht. Die Trennung der Lehren in das Fahrzeug des Hinayana und Mahayana erfolgte ja auch erst willkürlich durch die Entscheidungen der buddhistischen Konzile, die ja bekanntlich ohne Buddha selbst stattfanden. In Tibet haben die Lehren die Wirren der Geschichte überstanden, und sie sind von Longchenpa im Original, wie sie in Indien gelehrt wurden, niedergeschrieben worden. In diesem Buch wurden nur diese Texte veröffentlicht, nicht Texte, welche von tibetischen Lamas im Lauf der Jahrhunderte neu geschrieben wurden. Somit handelt es sich dabei genau genommen nicht um tibetischen Buddhismus. Heutzutage ist es für uns sehr leicht, an alle vorhandenen Lehren zu gelangen, und wir können selbst beurteilen, welchen wir Vertrauen schenken. Die Dzogchenlehren von Longchenpa bieten mit der Anleitung zur Samatha und Vipassana Meditation die Möglichkeit, alle existierenden buddhistischen Traditionen wieder zu vereinen. In diesen Lehren ist für jede Tradition eine Einstiegsmöglichkeit zu den weiterführenden Dzogchen Meditationen enthalten, und alle Sphären, die wir mit den verschiedenen buddhistischen Traditionen erlangen können, sind durch die Dzogchentantras erklärt.
Von der Dzogchensicht aus gesehen ist der höchste Verwirklichungsgrad, der mit der Vipassana Meditation zu erlangen ist, die Sphäre der Leerheit. Dort wird aber nicht die Sphäre der ursprünglichen Bewusstheit zur Meditation benutzt, von welcher aus man direkt das Licht der ursprünglichen Buddhaschaft erlangen kann, und von der aus man auch direkt in das goldene Licht der Sphäre der Leerheit eintreten kann. Mit der Kombination durch das Rezitieren der Dzogchentantras und der Meditation mit dem Licht der ursprünglichen Bewusstheit kann man viel schneller die Sphäre der Leerheit erreichen als mit der reinen Vipassanameditation, und man erreicht viel schneller Meditstionsfortschritte.. Ob Buddha nun selbst ursprüngliche Buddhaschaft oder nur die Sphäre der Leerheit erlangt hat, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht hat Buddha sie erreicht und es gab früher eine Anleitung dazu und diese wurde nur mündlich weitergegeben, und ist dann in Vergessenheit geraten. Oder sie sind wirklich erst durch Samantabhadra und Vajrasattva. in den Geist von Prahevajra, Tibetisch Garab Dorje übertragen worden.
Die Anleitung, wie Sie von der Samatha und Vipassana Meditation direkt in die Lichtspären der
Dzogchenmeditation eintreten können, finden Sie im Buch.
Jeder Mensch trägt das Licht der ursprünglichen Buddhaschaft und das der anderen Lichtsphären in sich selbst. Dadurch erkennt der eigene Geist alleine durch die Übertragung der Lichtenergie der Texte die ursprünglichen Lichtebenen wieder, aus denen er entstanden ist. Deshalb ist für diese Texte von Longchenpa auch keine sogenannte Übertragung durch einen Halter der Linie von Nying thig vorgesehen.
Diese Lehren sind von Longchenpa an den dritten Karmapa, Rangjung Dorje, gelehrt worden. Daraus wurden dann die Lehren des Mahamudra. Somit können sie mit diesem Buch die ursprünglichen Dzogchenlehren von Vimalamitra mit den heutigen Mahamudralehren vergleichen.

